Althochdeutsche und altsächsische Glossen

Glossenportal

Der 2005 in sechs Bänden erschienene und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Katalog der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften (Bearbeitet von Rolf Bergmann und Stefanie Stricker unter Mitarbeit von Yvonne Goldammer und Claudia Wich-Reif) erschließt den bedeutenden sprachhistorischen Quellenbestand der damals bekannten gut 1300 Glossenhandschriften. In der Folgezeit sind  weitere Handschriften als glossentragend erkannt worden. Zudem konnten einige im Katalog aufgeführte Handschriften im Rahmen der Projektarbeit noch nicht adäquat beschrieben werden, so dass insgesamt etwa 140 Handschriften noch zu beschreiben sind. Schließlich sind weitere Glossenfunde zu bereits im Katalog enthaltenen Handschriften erfolgt und neue Glosseneditionen erschienen.

Aus dem Wunsch nach einer Aktualisierung und zugleich einer digitalen Erschließung der Katalogdaten ist das Online-Portal Althochdeutsche und altsächsische Glossen entstanden, das alle bekannten Glossenhandschriften aufführt. Das Portal ist mit der Katalog-Datenbank verknüpft. Diese bietet zu allen derzeit bekannten Handschriften mit althochdeutschen und altsächsischen Glossen relevante quellenkundliche Daten und ermöglicht Verknüpfungen der Daten nach individuellen Fragestellungen. Der Zugang zur Datenbank ist derzeit nur über ein Passwort möglich. Das Portal schafft damit die Voraussetzungen für die sprach- und kulturhistorische, grammatische und lexikalische Auswertung dieser Quellen.